Lieber Fischfreund,

oftmals entstehen Fehler in der Aquaristik aufgrund schlechter Beratung sowie durch mangelhafte Qualität verschiedener Hersteller. Durch unseren Aquarien-Notdienst werden wir sehr oft mit solch Problemen konfrontiert und zum Kunden vor Ort gerufen. Wir möchten Ihnen auf dieser Seite Fehler und Probleme in der Aquaristik vorstellen und gleichzeitig die Lösungswege darstellen. Wir hoffen, dass in Zukunft dadurch weniger Fehler gemacht werden, um Kosten sparen zu können. Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich hier um Fälle handelt, die wir selbst erleben durften und den Fehler beheben mussten.

Klicken Sie auf die einzelnen Sektionen, um Beispiele und Tipps zu erhalten.

Hier wurde mit einem Teelöffel gefüttert und dadurch zu viel Futter in das Aquarium gegeben. Zusätzlich wurde der Außenfilter unsachgemäß von einem „Fachhändler“ mit Filtermedien bestückt und angeschlossen. Man bestückte den EHEIM-Außenfilter 2215 mit zwei kleinen Schwämmen, die normalerweise für einen EHEIM-Vorfilter gedacht sind.

Zusätzlich wurde der Filter mit zwei Paketen Tonröhrchen und fünf Kohlevlies ausgestattet. Das Kohlevlies wurde lediglich als Füllmaterial verwendet.
Hätte man den Kunden richtig beraten, bzw. hätte man sauber gearbeitet, so wäre das Problem von Fischausfällen sicherlich nicht in diesem Maß aufgetreten. Der Filter hätte zumindest die Wasserwerte etwas stabiler halten können.

Unser TIPP

Wichtig ist, dass Sie ein hochwertiges Zierfischfutter füttern. „Weniger ist mehr.“ Es reicht, wenn man die Zierfische einmal täglich füttert.
Allerdings ist im oben genannten Fall nicht nur das Futter wichtig, sondern hier hätte man hochwertiges Filtermedium verwenden müssen. 20,00€ wurden für das Filtermedium berechnet, 10,00€ mehr, und man hätte den Filter besser bestücken können. Wenn Kohlevlies, dann reicht ein Vlies als obere Schicht. Allerdings sollten Sie auch beachten, dass das Kohlevlies maximal zwei bis vier Wochen im Filter bleiben sollte.

Hier ist das Wasser aus einem 340l Aquarium ausgelaufen, weil sich die Silikonnaht von den Glasscheiben gelöst hat. Der Hersteller hatte keine Glasstege in das knapp 80cm hohe Aquarium eingebaut. Der Silikon konnte dem Druck nicht standhalten und löste sich so von den Scheiben. Der Hersteller hätte bei solch einer Aquariengröße 19mm Glas verwenden müssen.
In diesem Fall wurde mit einer Glasstärke von 10mm gebaut. Oftmals verwendet man dünneres Glas, bzw. lässt die Glasstege weg, damit man Kunden einen besseren Preis anbieten kann.
Wir mussten schnellstmöglich das Wasser ablassen um den Druck zu verringern. Danach wurde das Aquarium von außen und von innen mit einem speziellen Unterwasserkleber abgedichtet. In diesem Fall konnte man keinen herkömmlichen Aquariensilikon verwenden, weil dieser durch die Feuchtigkeit nicht gehalten hätte.
Da das Aquarium wegen der Unfallgefahr nicht länger stehen bleiben konnte, mussten wir es abbauen und es durch ein neues genormtes Aquarium einer Fachfirma ersetzen. Die Fische wurden in der Zeit in einem anderen Aquarium gepflegt.

Unser TIPP

Lassen Sie sich von einem Fachhändler beraten und vergleichen Sie dann die Beratung weiterer Fachhändler. Der Preis ist nicht immer entscheidend, wichtig ist die Qualität des Produktes. Namenhafte Firmen sind oftmals hochwertiger in der Aquarienherstellung. Nicht alle Aquarien, die Sie verstärkt in verschiedenen Fachhandel finden, müssen auch gut sein. Vergleichen Sie die Glasstärke, und schauen Sie genau wie das Aquarium geschliffen und verklebt ist.


Oftmals werden Aquarien undicht, wenn diese schon etwas älter sind. Wie auch in diesem Fall war das Aquarium schon älter als 15 Jahre. Über Nacht wurde das Aquarium an einer Aquariennaht undicht. Das Aquarienwasser ist langsam an der undichten Stelle ausgelaufen. Das Aquarium wurde von uns innerhalb von 30 Minuten entleert und abgebaut.

Leider rechnet es sich in diesem Fall nicht das Aquarium an der undichten Stelle zu kleben, da es aufgrund des Alters jederzeit an einer anderen Stelle undicht werden kann. Hier konnten wir nur ein neues Aquarium aufstellen.

Unser TIPP

Achten Sie bei der Reinigung stets darauf, dass Sie nicht mit scharfen Gegenständen wie beispielsweise Klingen das Silikon beschädigen. Verwenden Sie am besten an den Rändern vom Aquarium einen Schwamm.


Aquarien werden auch bei unsachgemäßer Handhabung undicht. In diesem Fall war das Aquarium knapp 2 Jahre alt. Über Nacht wurde das Aquarium an einer Aquariennaht undicht. Die Silikonnaht löste sich an der rechten Seitenscheibe knapp 25cm von oben nach unten. Das Wasser ist in kurzer Zeit ausgelaufen und hatte zudem noch den Unterschrank beschädigt.
Wir wurden zum Notdienst gerufen, um das Aquarium vor Ort zu kleben. Da es sich hier um ein kleines 60cm Aquarium gehandelt hat, hatte sich hier eine Reparatur aus Kostengründen nicht gelohnt. Wir stellten dem Kunden ein neues 60cm Aquarium auf.
In diesem speziellen Fall löste sich die Silikonnaht langsam durch die regelmäßige Reinigung der Aquarienscheiben.

Unser TIPP

Achten Sie bei der Reinigung stets darauf, dass Sie nicht mit scharfen Gegenständen wie beispielsweise Klingen das Silikon beschädigen. Verwenden Sie am besten an den Rändern vom Aquarium einen Schwamm.

Algen im Aquarium sind nicht gerade schön. In diesem Beispiel hat ein Kunde aus Sachsenhausen von einem „Fachhandel“ ein Aquarium 80cm x 40cm x 60cm aufgestellt bekommen, welches vom Hersteller aus mit 2 x 24 Watt bestückt ist. Laut Aussage des „Fachhändlers“ sollte er für ein besseres Pflanzenwachstum einen zweiten Leuchtbalken über das Aquarium legen. Diesen Rat hat der Kunde angenommen...

Innerhalb kurzer Zeit sind die Algen im Aquarium so stark gewachsen, dass man von Pflanzen nichts mehr sehen konnte. Nicht nur, dass zwei T5 Leuchtstofflampen ein sehr starkes Licht verursachen, der „Fachhandel“ hat in den zweiten Leuchtbalken Leuchtstofflampen von 10.000K eingesetzt, die man eher im Meerwasserbereich verwenden sollte. Wir haben in diesem Fall einen Leuchtbalken abgeklemmt und die zwei vorhandenen Leuchtstofflampen durch zwei Neue ersetzt. Wir haben hier zwei Röhren mit 4000K eingesetzt, um das Licht zu reduzieren.

Unser TIPP

Bei der Wahl der Leuchtstofflampe ist es wichtig, dass man eine Lampe verwendet, die einen warmen Farbton beinhaltet. Das heißt, man nimmt eine Röhre mit einer niedrigeren Kelvinzahl. Je heller das Licht, also kälter bzw. höheren Kelvinzahl, desto eher können Algen wachsen. Beachten Sie auch, dass T5-Leuchtstofflampen schon heller sind als die bekannten T8 Röhren. Wir selbst empfehlen grundsätzlich Aquarien mit T8 Röhren. Es kommt auf die Qualität der Röhre an. Trotzdem sollte man aber auch auf die Wasserqualität achten, auch hier können bei schlechter Qualität Algen wachsen. Schauen Sie also auf Ihren Filter sowie Ihr Futter.

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